Dienstag, 16. Januar 2018
The Killing of a sacred Deer
Martin kokettiert.
© Alamode Film

Steven ist ein erfolgreicher Herzchirurg und verheiratet mit der Augenärztin Anna. Mit ihren beiden Kindern Bob und Kim leben sie in einem schönen Haus in einem idyllischen Vorort – eine perfekte Familie. Doch unter der makellosen Oberfläche beginnt es zu brodeln, als der 16-jährige Halbwaise Martin auftaucht. Der Teenager aus einfachen Verhältnissen freundet sich mit Steven an und versucht ihn, mit seiner Mutter zu verkuppeln. Als sein Plan scheitert, belegt er Stevens Familie mit einem Fluch...

»You have beautiful hands.«

Wer den Film versteht, hat schon mal gewonnen. Alle Anderen sehen hier eine dröge Schlaftablette mit merkwürdiger Filmmusik, merkwürdigen Figuren („Vollnarkose“-Sex, Reden über Achselhaare und Periode usw.) und merkwürdiger Handlung. Man erfährt erst nach und nach, wer dieser Junge ist, mit dem sich Steven heimlich trifft und teure Geschenke gibt und ihn dann der Familie vorstellt. Es wird auch nicht aufgelöst, ob der Junge ein Kind Satans (oder selbiger) ist oder übernatürliche Kräfte besitzt, um solch einen Fluch loszubrechen.

Auch reagieren die Figuren allesamt irgendwie unnatürlich. Abgesehen von Martins homoerotischer Ausstrahlung kann man den Film auch als Operation am offenen Herzen betrachten, mit welcher der Film unappetitlich eröffnet wird. Genauso sinnlos wie der Film ist auch die Gewalt darin. Yorgos Lanthimos lässt nicht nur Colin Farrell Russisches Roulette mit der Familie spielen, sondern spielt auch mit der Geduld der Zuschauenden. Das ist wie Vorspiel ohne Sex, nur dass man sich hier eher auf- statt erregt und nicht zum Abschluss kommt. ■ mz

28. Dezember 2017

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The Killing of a sacred Deer



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